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Ein Wort der Leiterin des Evangelischen Kindergarten "Noahs Arche"

Liebe Mütter, liebe Väter!

Wenn Sie Ihr Kind in baldiger Zukunft einem Kindergarten anvertrauen, möchten Sie sicher wissen: Welche Ziele verfolgen denn die Mitarbeiterinnen für die Kinder, und welche Methoden wenden sie dazu an? Wie sieht so ein Kindergarten-Alltag aus?

Auf solche und andere Fragen möchten wir Ihnen hier Antworten geben. Außerdem laden wir Sie zu Schnuppernachmittagen und Tagesbesuchen ein. Sie sind uns herzlich willkommen.

Für unseren Kindergarten hat vor über fünfzig Jahren die Ev.-luth. Kirchengemeinde Unterlüß die Trägerschaft übernommen, um über die Taufe hinaus Kinder und Eltern zu begleiten und sie zum christlichen Glauben zu ermutigen. Grundsätzlich ist der Kindergarten aber für alle offen, gleich welcher Konfession, selbst wenn sie keiner Kirche angehören.

Gabriele Guddusch,

Leiterin des Evangelischen Kindergartens "Noahs Arche"


Die Öffnungszeiten

Unser Kindergarten gehört zu einem der zwanzig Evangelischen Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis Celle. Unsere "Arche" können derzeit 60 Kinder besuchen. Auf zweieinhalb Gruppen verteilt haben wir Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren. Nachmittags nehmen wir auch Schulkinder auf.

Öffnungszeiten von 6.45 Uhr bis 16.30 Uhr.

  • Der Frühdienst geht bis 8.00 Uhr,
  • die Hauptbetreuung bis 12.00 Uhr,
  • und der Spätdienst bis 13.00 Uhr,
  • Die Ganztagsbetreuung erfolgt bis 16.30 Uhr.

Kindergartenkinder können auch den "Dienstleistungsnachmittag" nutzen, wenn die Eltern einen wichtigen Termin wahrnehmen wollen.

Wir unterstützen ihre Kinder ...

  • in ihrem Streben nach Selbständigkeit
  • im Umgang miteinander (gegenseitige Annahme und Zuwendung, Konflikte verstärkt sprachlich und nicht körperlich auszutragen)
  • im Ausleben ihrer Phantasie und Kreativität ("krumm und schief, aber selbst gemacht")
  • in ihrem Bewegungsdrang (Kinder lernen in und durch Bewegung, und darum bieten wir ihnen viel Raum dafür, z.B. Flurbereich, Bewegungsraum, Außengelände)
  • im Erforschen ihrer Umgebung und der Schöpfung
  • im Erleben, Zeigen und Verstehen der eigenen Gefühle (Wut, Trauer, Freude, Enttäuschung ...) und im Verständnis für die Gefühlswelt anderer, in ihrem Interesse Neues zu entdecken und zu lernen!
  • in der Entwicklung ihrer eigenen Persönlichkeit
  • im Wahrnehmen kultureller Angebote.

 




Die "Arche Noah" als Spielgerät. Hier gibt es viel zu entdecken.

Spielen, Toben, Lachen ...

  • ... sind in der Freispielzeit im gesamten Kindergarten möglich. Die Gruppenraumtüren sind offen, und jede(r) Mitarbeiterin ist AnsprechpartnerIn für jedes Kind.
  • Freispiel: Die Kinder haben freie Wahl der Spielpartner, der Spielart, der Spieldauer und des Spielortes. Der Zeitrahmen dafür wird der Situation oder den Absprachen entsprechend festgelegt. Danach treffen sich die Kinder wieder im eigenen Gruppenraum.
  • Da Kinder einen extremen Bewegungsdrang haben und sie besonders in und durch Bewegung lernen, bieten wir ihnen viel Freiraum dafür (keine Angst vor rollenden Kindern im Flurbereich).
  • Gleitendes Frühstück bedeutet zu essen, wenn der Hunger kommt, in gemütlicher Atmosphäre mit Freunden, die Dauer selbst zu bestimmen, freie Auswahl des zur Verfügung stehenden Getränke-, Obst- und Gemüseangebotes.
  • Neben den festen Spielbereichen (Kuschel- und Verkleidungsecken, Bauteppiche und Maltische) gibt es für die Kinder Angebote in ihren eigenen Gruppen. Diese werden situationsorientiert geplant und berücksichtigen die Bedürfnisse der Kinder.
  • Spielen, Toben, Lachen können wir auch bei jedem Wetter draußen.

 

Geburtstage, Feste, Gottesdienste ...

Mit den Kindern feiern wir Geburtstage, Feste im christlichen und weltlichen Jahreskreis, Gottesdienste, Taufen, Abschiede ...

Auf das Erzählen von Geschichten aus der Bibel und über das Leben Jesu legen wir besonderen Wert. Wir beten regelmäßig mit den Kindern, singen christliche Lieder und versuchen, ihnen nabezubringen, dass Gott jeden Menschen liebt und uns nie allein läßt! Aber auch, dass wir Jesus nacheifern und unseren Nachbarn als Freund behandeln und es täglich im Kindergarten probieren wollen (christliches Menschenbild).




Kinder und Erzieherinnen feiern mit Eltern, Großeltern und anderen Gemeindegliedern einen Gottesdienst im Freien.




Die Großen dürfen auch `was machen ...

In der Zusammenarbeit mit den Eltern sind uns wichtig:

  • Elterngespräche
  • Elternabende
  • Gespräche mit den ElternvertreterInnen
  • Gemeinsame Feste und Gottesdienste mit Eltern, Kinder und der übrigen Kirchengemeinde
  • Rückmeldungen

Sprechen Sie uns bitte an, wenn Sie fragen haben.

Evangelischer Kindergarten besteht seit 1957


Am 7. Mai 1957 wurde der Evangelische Kindergarten Unterlüß feierlich von Pastor Jäger eröffnet. Die erste Leiterin war Frau Hiltgunde Schmidt. Schon gleich im ersten Jahr wurden fünfzig Kinder aufgenommen.

Vieles hat sich seit der Anfangszeit verändert. 1973 wurde der Kindergarten durch einen Anbau vergrößert. Seitdem stehen dem Kindergarten vier Gruppenräume zur Verfügung. Wenn das Wetter es zulässt, bietet ein naturnahes Außengelände vielfältige Spiel- und Erfahrungsbereiche. Ein großes Holzschiff (Noahs Arche), Kletterbäume, Vogelnestschaukeln, ein Sandbereich mit Wasseranlage und vieles mehr stehen den Kindern zur Verfügung.

Die zweieinhalb Stammgruppen werden heute von fünf Erzieherinnen betreut. Das Konzept des Kindergartens wurde in den letzten Jahren mehr und mehr verändert. Wir haben heute sog. „Stammgruppen mit offenen Türen". Hier findet gezielte Erziehungsarbeit statt. Dabei wird besonders darauf geachtet, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein durch Kreativität, Fantasie und Eigenständigkeit zu fördern. Die Kinder finden dafür eine herausfordernde Umgebung vor, die zum Spielen und Handeln anregt. Gerade das Spiel ist ja die kindgemäße Form, in der Bewegung, Gefühl, Denken und soziales Handeln gefördert werden.

Es ist uns darüber hinaus wichtig, mit Kindern, die oft keine Geschwister haben, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft, aber auch Durchsetzungsvermögen einzuüben. Natürlich wird dabei auch gelernt, manchmal zurückstecken zu müssen.

Die Stammgruppen sind - anders als es früher war - vom Alter her gemischt. Wenn neue Kinder in den Kindergarten kommen, werden sie von den älteren in Form einer „Patenschaft" betreut. Die „Großen" begleiten die Neulinge durch die Räume, zeigen ihnen, wo draußen und drinnen die Spielgeräte sind, wo das gebrauchte Geschirr hingestellt wird und so weiter.

Als Kindergarten unserer Evangelischen Kirchengemeinde spielt der religiöse Aspekt im täglichen Umgang eine wichtige Rolle. Kinder werden in ihrer Einzigartigkeit angenommen, in ihren Freuden und Leiden, Sorgen und Nöten, ihrer Traurigkeit und Verschlossenheit, aber auch in ihrer grenzenlosen Neugierde. Konkrete Inhalte der religionspädagogischen Arbeit sind Gebete und Kinderlieder, biblische Geschichten und das Feiern kirchlicher Feste, aber auch diakonische Aktivitäten wie der regelmäßige Besuch des Altersheimes.

Dieses kurze Portrait kann nur einen kleinen Ausschnitt der vielen Möglichkeiten zeigen, die den Kindern heute geboten werden. So wie sich seit 1957 hier viel verändert hat, gehen die Veränderungen weiter. Ständig kommen neue Ideen dazu, wie das neue Konzept noch effektiver umgesetzt werden kann. Wir wünschen dem Team weiterhin eine gute Hand bei ihrer verantwortungsvollen Arbeit.

Der Kirchenvorstand

 

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