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Jahreslosung 2017

Gott spricht:
Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. (Ezechiel 36,26)

Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deuntschland (EKD)

Ein neues Jahr. Eine Chance anders anzufangen. Wieder mal Sport machen. Nicht mehr so viel fernsehen. Mehr Zeit für die Kinder nehmen. Mehr Nähe in meiner Partnerschaft. Mich für etwas Sinnvolles engagieren.

Etwas in meinem Leben zu verändern, ist eine echte Herausforderung. Oft genug gelingt es nicht, du kannst es noch so wollen und dich noch so sehr anstrengen.

Martin Luther hatte ganz auf seine Kraft gesetzt, um sein Leben als Mönch Gott recht zu machen. Bis er merkte: Weder gute Werke noch Gebet noch Fleiß noch sonst eine Anstrengung können bewirken, dass Gott mir gnädig wird. Dann entdeckte er, was die Bibel über Veränderung sagt: Sie kommt nicht aus unserer eigenen Anstrengung, sondern allein von Gott. Wenn wir uns für seine Liebe öffnen. Wenn wir lernen, sie zu empfangen, anstatt sie verdienen zu wollen.

Gott spricht: „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“ Darum: Wenn Du Dich nach Veränderung sehnst – leg Deine Sehnsucht Gott ans Herz und lass Dich von ihm beschenken.


Sei behütet!

Liebe Leserin, lieber Leser!

An einem Bauzaun las ich die Aufschrift: „Das Betreten des Gefahrenbereiches ist nur mit Kopfschutz gestattet!“ Ich fragte den Polier, welcher Bereich der Baustelle denn der Gefahrenbereich sei? Er antwortete: „Die ganze Baustelle ist Gefahrenbereich. Wir können hier nirgendwo für ihre Sicherheit garantieren.“ Ich dachte, das ist ja wie auch sonst im Leben. Ich kann auch da für nichts eine Garantie übernehmen. Das Leben ist ein ständiger Aufenthalt im Gefahrenbereich.
 
Der Begriff „Sicherheit“ spielt auch in der Bibel eine wichtige Rolle, nur wird es dort nicht Sicherheit, sondern Schutz und Bewahrung genannt. Besonders die Psalmen betonen, wie wichtig es ist, beschirmt und behütet zu sein.
 
Der Begriff „behütet“ kommt übrigens aus der Viehsucht. Er ist uns besonders in der Lüneburger Heide gut bekannt. Seitdem es hier wieder Wölfe gibt, muss ein Schäfer seine Herde nicht nur hüten, sondern auch behüten. Psalm 23 erwähnt, dass Hirten dafür einen Stecken benutzten. Das ist ein langer Stab mit einer kleinen Schaufel an der Spitze und einem Beinfanghaken. Heute wird er Schäferschippe genannt. Es ist ein multifunktionales Werkzeug, mit dem im Ernstfall auch ein Raubtier abgewehrt werden kann.
 
„… und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn dein Stecken und Stab trösten mich.“ (Psalm 23,4)
 
Was für ein Vertrauen kommt hier zum Ausdruck! Psalm 23 ist über Generationen hinweg für viele Menschen zu einem Symbol für Sicherheit und Geborgenheit geworden. Das bedeutet nicht, dass sie aus dem Gefah­renbereich herausgenommen sind. Der Psalm weckt aber ein Gefühl der Geborgenheit. Gott ist bei uns, wo immer wir auch sind.
 
Das ist ein schwacher Trost, denkt jetzt mancher. Schauen wir deshalb noch einmal hinter den Bauzaun. Im Verlauf des Gespräches sagte ich nämlich zum Polier: „Ein Helm schützt doch nur einen kleinen Teil des menschlichen Körpers. Er bietet keinen umfassenden Schutz.“ Der Polier antwortete: „Es geht um die Einstellung. Die Helme machen unseren Leuten bewusst, dass hier Gefahren lauern. Der Helm auf dem Kopf des einen erinnert den anderen daran, dass auch er seinen Helm tragen muss und mahnt zur Vorsicht."
 
Diese Antwort lässt mich aufhorchen. Erinnert sie uns nicht an die eigene Verantwortung füreinander? In einer Gesellschaft, in der Alltagskämpfe mit Ellen­bogen und spitzen Zungen immer mehr zunehmen, wird Psalm 23 zu ei­ner Mahnung: Werdet für einander zu Hütern! Passt aufeinander auf! Ja! Der Psalm mahnt uns wie der Schutzhelm im Gefahrenbereich, dafür Sorge zu tragen, dass auch der Nächste, auch der Übernächste und sogar der Allerletzte gut behütet durchs Leben geht.
 
Wilfried Manneke
Pastor in Unterlüß

 

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