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Einladung zum Konfirmandenunterricht



Liebe Eltern, Konfirmandinen und Konfirmanden,

im Mai 2011 beginnt der neue Konfirmandenkurs. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Jugendliche, die bereits in der siebten Schulklasse sind, sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen. Der Unterricht dauert ein Jahr. Die Konfirmation findet im April oder Mai 2012 statt.

Sie wundern sich vielleicht darüber, dass der Konfirmandenzeit nicht mehr zwei, sondern nur noch ein Jahr dauert. Nun, die Einführung der Ganztagsschule ist der Grund dafür. Bisher konnten wir unsere ca. siebzig Konfirmandinnen und Konfirmanden dienstags und mittwochs unterrichten. Jetzt steht uns aufgrund der neuen Schulsituation aber nur noch der Dienstagnachmittag zur Verfügung. Wir können aber weder räumlich noch zeitlich zwei Jahrgänge an einem Nachmittag unterrichten. Deshalb musste der Konfirmandenunterricht neu organisiert werden, nicht nur bei uns, sondern in vielen Kirchengemeinden Niedersachsens.

Der Konfirmandenunterricht dauert also nur noch ein Jahr. Der Unterrichtsumfang von insgesamt siebzig Stunden muss aber dennoch eingehalten werden. Deshalb wird in dem einen Jahr auch eine achttägige Konfirmandenfreizeit durchgeführt.

Ein Anmeldeformular für den nächsten Konfirmandenkurs erhalten Sie in unserem Kirchenbüro. Die Öffnungszeiten sind dienstags und donnerstags von 9.00 - 12.00 Uhr. Wir schicken Ihnen das Formular auch gerne zu.

Falls Sie Nachfragen haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Pastor Wilfried Manneke




Konfirmandenunterricht nur noch ein Jahr

 

Liebe Eltern,

Sie kennen fast alle den Konfirmandenunterricht aus eigenem Erleben. Wenn es etwas Konstantes von der Kirche zu berichten gibt, gehört sicher der Konfirmandenunterricht dazu. Großeltern können ihren Enkeln noch viele Geschichten aus ihrer Konfirmandenzeit erzählen. Auf dem ersten Blick scheint vieles beim Alten geblieben zu sein – vor allem der wöchentliche Unterricht über einen Zeitraum von zwei Jahren.

Verlängerung der täglichen Schulzeit.

Die aktuelle Schulpolitik in Niedersachen hat jedoch gravierende Änderungen für den Konfirmandenunterricht mit sich gebracht. Die Einführung der Ganztagsschulen und die Verkürzung der gymnasialen Schulzeit verlängert die tägliche Schulzeit erheblich.

Ich denke an Sascha und Wiebke. Sie wohnen in Unterlüß und stehen jeden morgen um 6.00 Uhr auf. Ihr Schulbus bringt sie um 6.45 Uhr nach Hermannsburg zur Realschule oder zum Gymnasium. Um 16.30 Uhr sind beide wieder in Unterlüß. Zehneinhalb Stunden sind seit dem Aufstehen vergangen. Jetzt muss noch die Bioarbeit für den morgigen Tag vorbereitet werden und natürlich gibt es in Latein und Mathe auch noch Aufgaben. Aber Halt, von 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr den Konfirmandenunterricht nicht vergessen!

Sascha und Wiebke sind nur zwei Konfirmanden von vielen. In Beedenbostel und Garßen fahren die Schüler zu neun verschiedenen Schulen. Nicht alle sind wie Sascha und Wiebke schon um 16.30 Uhr wieder an ihrem Wohnort. Für manche Schüler ist der Konfirmandenunterricht erst ab 18.00 Uhr möglich. Bei diesem Tagespensum der Jugendlichen ist es leicht vorstellbar, dass die unterrichtenden Diakone und Pastoren nicht gerade traumhafte Einschaltquoten an Aufmerksamkeit bekommen.

Konfirmandenunterricht dauert nur noch ein Jahr

Kirchenvorstände und Mitarbeiter aus neun Gemeinden des Kirchenkreises Celle haben eine Antwort auf diese vertrackte Situation gefunden. Die Konfirmandenzeit soll nur noch ein Jahr dauern. Sie beginnt im Mai jeden Jahres und endet mit der Konfirmation im April oder Mai des 8. Schuljahres. Der Unterricht findet dienstags statt von 17.00 - 18.30 Uhr statt.

Konfirmandenfreizeit in den Winterferien

Ein wichtiger Teil des Unterrichtes ist ein mehrtägiger Ferienkurs. Was Christen glauben und wie Christen im Alltag handeln sollten – diese Fragen und noch vieles mehr werden im Ferienkurs vermittelt. Gottesdienste und Andachten werden dabei von den Konfirmanden mitgestaltet. Natürlich bleibt auch genug Zeit für Spaß und Unterhaltung, Ausflüge, Disco und Nachtwanderungen.

Diakon Helmut Sdrojek

Näheres über den Konfirmandenunterricht

Praxisteil des Konfirmandenunterrichtes

Es gibt während der Konfirmandenzeit auch immer wieder praxisorientierte Projekte:

  • Besuch einer Behinderteneinrichtung in Celle oder Hermannsburg.
  • Besuch des Missionswerkes in Hermannsburg.
  • Besuch verschiedener Gruppen der Kirchengemeinde: Kinder- und Jugendgruppen, Jugendgospelchor, Frauenkreis, Gemeindebeirat, Kirchenvorstand, Seniorenkreis, Selbsthilfegruppe, evtl. auch Südafrika-Partnerschaftsausschuss usw.
  • Treffen mit kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie Küsterin, Sekretärin, Leiterin des Kindergartens usw.
  • Übungsstunden mit unserem Kirchenmusiker Eike Formella.
  • Zeitliche Mitarbeit im Kindergottesdienst.
  • Mitgestaltung der Aktion "Brot für die Welt".
  • Beteiligung an der jährlichen Altkleider-Sammmlung für Menschen in der Dritten Welt.
  • Mitgestaltung eines Gottesdienstes im Altersheim.
  • Gestaltung einer Erzählstunde im Evangelischen Kindergarten.
  • Einübung eines Krippenspiels für Heiligabend.

Konfirmandenfreizeit

Eine fünftägige Freizeit findet während der Konfirmandenzeit statt. Nach einer Vereinbarung der Kirche mit dem Land Niedersachsen bekommen Schülerinnen und Schüler für Konfirmandenfreizeiten drei Tage unterrichtsfrei. Wir nehmen für unsere Freizeit noch das Wochenende dazu und kommen so auf fünf Tage.

Vorstellungsgottesdienst

Meistens im März gestalten die Konfirmandinnen und Konfirmanden gemeinsam einen Gottesdienst, dessen Thema sie selber erarbeiten.

Termine der Konfirmation

Die Konfirmationen finden an zwei Sonntagen im April oder Mai statt, jeweils um 10.00 Uhr. Die genaue Termine werden rechtzeitg festgelegt. An den Vorabenden zur Konfirmationen finden jeweils um 18.00 Uhr Abendmahlsgottesdienste für die Konfirmanden, ihre Eltern, Großeltern, Paten etc. statt.

Gebühr für Unterrichtsmaterialien

Gemeinsam mit der Anmeldung zum Konfirmandenunterricht erbitten wir einen Kostenbeitrag von € 50,-. In diesen Beitrag sind die Kosten für ein Konfirmandenbuch, einer Bibel in heutigem Deutsch und die Anzahlung von € 25,- für die Konfirmandenfreizeit enthalten.

Der Unterricht wird vornehmlich von Pastor Wilfried Manneke und Diakon Ingo Voigt erteilt; es werden aber auch andere haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchengemeinde mit eingesetzt, z.B. Kirchenmusiker, Kirchenvorsteher, Mithelfer in Kindergottesdienst und Jugendarbeit etc.





Ordnung der Konfirmandenarbeit in der Ev.-luth. Friedenskirche Unterlüß

I

Grundsätze

Evangelisch-lutherische Kirche lebt von den Gaben Gottes in Wort und Sakrament.

Die Konfirmandenarbeit hat ihre biblische Grundlage in der Zusage und dem Auftrag Jesu Christi: “Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Matthäus 28, 18-20).

Die Kirche lädt junge Menschen ein, gemeinsam zu erfahren und zu fragen, was es bedeutet, getauft zu sein und an Jesus Christus zu glauben.

Die Konfirmanden sollen vertraut werden mit dem Leben der Kirche in gottesdienst-licher Feier und im Alltag der Welt, besonders aber mit der biblischen Botschaft.

Es ist wichtig, daß die Konfirmanden die Konfirmandenarbeit nicht als eine isolierte Veranstaltung erleben, sondern während der Konfirmandenzeit möglichst viel vom Leben der Gemeinde kennenlernen.

Unter Zugrundelegung dieser Grundsätze werden die nachstehenden Regelungen getroffen:

II

Dauer

Die Konfirmandenarbeit beginnt im Monat Mai für die Kinder des siebten Schuljahres und erstreckt sich über ein Jahr. Sie schließt mit der im achten Schuljahr zwischen Ostern und Pfingsten stattfindenden Konfirmation ab.

III

Anmeldung

Zur Anmeldung werden die Erziehungsberechtigten zusammen mit den zukünftigen Konfirmanden eingeladen und gebeten, die Taufbescheingung mitzubringen.

Der Termin wird rechtzeitig vorher im Gemeindebrief bekanntgegeben. Die Erziehungsberechtigten erhalten bei der Anmeldung eine Ausfertigung dieser Ordnung.

Zu Beginn der Konfirmandenarbeit wird zu einem besonderen Gottesdienst und zu einem Elternabend eingeladen. An dem Elternabend wird über Form und Inhalt der Konfirmandenarbeit informiert.

IV

Organisationsform

Zur Konfirmandenarbeit gehören Unterricht und weitere Veranstaltungen wie Freizeiten, Gemeindepraktika und Kurse. Die Teilnahme ist grundsätzlich verbindlich. Der Unterricht findet außerhalb der Schulferien wöchentlich statt und umfaßt jeweils eine Unterrichtsstunde / 90 Minuten.

Während der Konfirmandenzeit findet eine achttägige Freizeit statt. Diese Freizeit setzt sich aus der Schul- und fünf Ferientagen zusammen. Die Kirchengemeinde beteiligt sich an den Kosten der Freizeit. Das Pfarramt wird im Auftrage der Erziehungsberechtigten die notwendigen Beurlaubungen vom Schulunterricht beantragen. Über die Freizeit wird vorher an einem Elternabend näher informiert.

Wenn Konfirmanden aus wichtigen Gründen verhindert sind, an der Konfirmandenarbeit teilzunehmen, werden sie sich möglichst vorher vom Pfarramt beurlauben lassen. Für eine nachträgliche Entschuldigung legen sie eine entsprechende Erklärung der Erziehungsberechtigten vor.

V

Arbeitsmittel

Die Konfirmanden benötigen folgende Arbeitsmittel:

  • Bibel (Ausgabe: Gute Nachricht, Bibel in heutigem Deutsch)
  • Konfirmandenbuch und Mappe.

VI

Teilnahme am Gottesdienst

Die Konfirmanden nehmen an den Gottesdiensten der Gemeinde teil. Ein regelmäßiger Gottesdienstbesuch - alle zwei Wochen – ist erwünscht und notwendig, wenn die Konfirmanden mit dem gottesdienstlichen Leben vertraut werden sollen. Die Erziehungsberechtigten sind eingeladen, gemeinsam mit den Konfirmanden an den Gottesdiensten teilzunehmen.

Die Konfirmanden lassen sich die Teilnahme am Gottesdienst in einer Gottesdienst- besuchskarte bestätigen.

VII

Erziehungsberechtigte

Die Erziehungsberechtigten werden gebeten, die Konfirmanden während der Konfirmandenzeit mit Interesse zu begleiten sowie an Elternabenden teilzunehmen. Während der Konfirmandenzeit finden zwei bis drei Elternabende statt.

VIII

Abschluß der Konfirmandenarbeit

Frühzeitig vor dem Abschluss der Konfirmandenarbeit werden mit den Erziehungsberechtigten anlässlich eines Elternabends die mit der Konfirmation zusammenhängenden Fragen besprochen.

In der Schlußphase der Konfirmandenzeit stellen sich die Konfirmanden der Gemeinde in einem von ihnen mitgestalteten Gottesdienst vor.

IX

Konfirmation

Auf Grund der Teilnahme an der Konfirmandenarbeit entscheidet das Pfarramt über die Zulassung zu Konfirmation.

Die Zulassung zur Konfirmation kann versagt werden, wenn

  • die Teilnahme an der Konfirmandenarbeit häufig versäumt worden ist,
  • diese Ordnung beharrlich verletzt worden ist,
  • besondere Gründe im Verhalten die Konfirmation nicht gerechtfertigt erscheinen lassen.

Wenn die Zulassung zur Konfirmation versagt werden soll, wird ein eingehendes Gespräch mit den betreffenden Konfirmanden und Erziehungsberechtigten geführt. Vor der Entscheidung wird der Kirchenvorstand über die Angelegenheit beraten.

Gegen die Versagung können die Erziehungsberechtigten Beschwerde bei dem Superintendenten und gegen dessen Entscheidung weitere Beschwerde bei dem Landessuperintendenten einlegen.

Unterlüß, den 4. September 2003

Ev.- luth. Friedenskirche Unterlüß

Pastor Wilfried Manneke (Vorsitzender des Kirchenvorstandes)

 

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