Rückblick auf die Reise nach Rothenburg o.d. TauberRothenburg gilt allgemein als die bekannteste deutsche Kleinstadt. Sie hat ein wunderschönes Stadtbild. Es lohnt sich, durch die zahlreichen Museen und Sammlungen zu bummeln oder einfach ziellos durch die Gassen zu gehen und dabei Winkel zu entdecken, die schon die Maler der Romantik im Bild festhielten. Stadtmauern, Türme, Patrizierhäuser, alte Kirchen, schmale Gassen und Winkel gehören zum typischen Stadtbild Rothenburgs.
Die Stadt ist ein prächtiges, einzigartiges Stück Vergangenheit. Es hat sich wohlerhalten und unversehrt vom Mittelalter in unsere Tage herüber gerettet. In dieser Stadt, wo schon Kaiser und Könige gerne übernachtet haben, haben auch wir uns vier Tage lang aufgehalten. Wir wohnten im gepflegten „Reichsküchenmeister-Hotel“, direkt neben der berühmten St. Jakobskirche. Das Hotel ist eines der ältesten Patrizierhäuser und wurde im elften Jahrhundert gebaut. So wohnten hier schon 1540 der spätere Kaiser Ferdinand I. und 1546 Kaiser Karl V.
An der viertägigen Fahrt nahmen dreiundreißig Senioren teil. Die Leitung hatte Pastor Manneke. Er wurde von den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Ingrid Schröder und Christa Gertig unterstützt.
Gleich am ersten Tag fand eine Stadtführung statt, die einen ersten Überblick verschaffte. Am zweiten Tag besuchte die Gruppe die St. Jakobskirche mit dem berühmten Altar von Tilmann Riemenschneider. Auf dem Programm standen u.a. auch die Teilnahme an einem Orgelkonzert in der Ev.-luth. Franziskanerkirche, die ebenfalls einen Riemenschneider-Altar beherbergt.
Die Senioren hatten in den vier Tagen natürlich auch viel freie Zeit, um die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten zu erkunden: Kriminalmuseum, Weihnachtsdorf etc. Manche marschierten sogar mit dem Nachtwächter mit und erfuhren so noch mehr über die Stadt. In guter Erinnerung bleibt auch eine Wanderung außerhalb im Taubertal, die in einem netten Cafe endete, wo von allen noch viele Volkslieder gesungen wurden.
Der Abschlussabend fand in der Weinstube des Reichs-Küchenmeister-Hotels statt. Der Überraschungsgast des Abends war der Rotenburger Kellermeister. Als sich herausstellte, dass er und der Wirt ebenfalls aus Niedersachsen kommen, gab es natürlich viel zu erzählen.
Im Bus auf der Heimreise meinten viele Unterlüßer: "Nach Rothenburg ob der Tauber müssen wir unbedingt wieder hinfahren."
Wilfried Manneke |