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Diakon für Kinder- und Jugendarbeit


Die Einnahmen durch die Kirchensteuer sind in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Deshalb muss die Kirche Personalkosten einsparen. Das hat leider auch Folgen für Unterlüß. Unsere Diakonenstelle für Kinder- und Jugendarbeit ist gestrichen worden.

Das nehmen wir aber nicht einfach so hin, denn Evangelische Kinder- und Jugendarbeit ist uns sehr wichtig. Deshalb setzen wir als Kirchengemeinde ein Zeichen. Wir sehen die Aufgaben und wir sehen die Kompetenz unseres Diakons Ingo Voigt. Das passt zusammen! Deshalb haben wir eine Spendenaktion ins Leben gerufen und finanzieren dadurch eine Viertelstelle.

Dank der Hilfe vieler Spenderinnen und Spender haben wir es bisher auch geschafft, die erforderlichen Gelder aufzubringen. Die Diakonstelle konnte somit erhalten bleiben, wenn auch nur zu 25%. In der Hoffnung, dass wir die Stelle noch lange halten, eventuell sogar aufstocken können, rufen wir jedes Jahr erneut zu Spenden auf, um die qualifizierte Kinder- und Jugendarbeit in der Ev.-luth. Friedenskirche Unterlüß auch in Zukunft zu erhalten.

  • Ev.-luth. Friedenskirche Unterlüß
  • Diakonenstelle
  • Sparkasse Celle
  • BLZ  257 500 01
  • Konto  2410

Erlös der Grabpflege ist für die Diakonstelle


Evangelische Jugend pflegt Kriegsgräber

Jugendliche unter Leitung vom Erwachsenen pflegen die Kriegsgräber auf unserem Friedhof. Dafür bekommt unsere Kirchengemeinde von der Gemeinde Unterlüß die beträchtliche Summe von 3000 Euro. Diese Summe fließt ganz und gar in den Fonds für unsere Diakonstelle für Kinder- und Jugendarbeit.

Über den Erlös der Grabpflege, Kollekten und Einzelspenden finanzieren wir die Diakonstelle, die einen Umfang von 25% hat. Wir sind  sehr dankbar für jede Unterstützung.

Rückblick auf die letzte Saison

Es ist geschafft: Am Tag vorm Volkstrauertag beendete die Grabpflegegruppe der Evangelischen Friedenskirche ihre diesjährige Saisonarbeit mit einem großen gemeinsamen Arbeitseinsatz auf dem Friedhof und einem anschließendem Frühstücksbuffet im Gemeindehaus. Vom Frühjahr an bis zum Volkstrauertag fanden sich im 14-tägigen Wechsel drei Gruppen Jugendlicher mit einigen Eltern auf unserem Friedhof ein, um die Gräber der Opfer der beiden Weltkriege zu pflegen. Dazu gehört es, alles regelmäßig von Unkraut zu befreien, im Herbst das Laub zu entfernen und für schön geharkte Wege und Flächen zu sorgen. In der Regel sind es Mädchen und Jungen, die im vorausgegangenen Frühjahr konfirmiert worden sind, manchmal auch etwas ältere.

Warum tun Unterlüßer Jugendliche das, warum finden sie – inzwischen seit zehn Jahren - zu diesen Arbeitseinsätzen zusammen?

„Wir verdienen auf diese Weise eine Menge Geld für die Kinder- und Jugendarbeit unserer Kirchengemeinde“, so eine genannte Begründung. Hintergrund dessen ist, dass unsere Diakonstelle inzwischen ganz von Spendengeldern finanziert wird, da ist solch eine Verdienstmöglichkeit natürlich hochwillkommen. Aber auch andere Beweggründe sind es, die einen solchen Einsatz lohnend machen: „Es ist eine tolle Gemeinschaft“, meint ein erfahrenes Mitglied, „und wir tun das ja auch für eine gute Sache, da liegen ja auch so viele Kinder, polnische und russische Kinder von Zwangsarbeiterinnen, die sollen hier doch auch in Würde liegen, wo ihr kleines Leben doch so kurz und so hart war“, ergänzt die Freundin. „Ich finde es wichtig zu erkennen, was Krieg anrichtet, dass er Tod und Leiden bringt und es schockiert mich zu lesen, wie jung viele Menschen gestorben sind. Und das geht einem dann auch so durch den Kopf, wenn man da Laub harkt.“, sinniert einer, der es wissen muss, denn er hat mehrere Jahre mitgemacht. Wir, die Erwachsenen unseres Ortes, dürfen uns ganz besonders darüber freuen zu erkennen, wie viel Bewusstsein, Feinfühligkeit und Einsatzstärke „die Jugend von heute“ mitbringt.

Ein schönes Zeichen für eine Zukunft in Frieden und Freiheit, denke ich.

Elisabeth Sdrojek

 

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